Peter Sobotta wurde am 11. Januar 1987 im polnischen Zabrze (Hindenburg) geboren. Im Jahr 1990 wagten seine jungen Eltern den Schritt in eine neue Zukunft und zogen gemeinsam mit Peter und seiner älteren Schwester Daria ins schwäbische Balingen, wo sie noch heute leben.

Früh war klar, dass Peter später einmal selbst aktiver Kämpfer werden würde. Im zarten Alter von sechs Jahren wirbelte der Jackie Chan-Fan schon auf den Judomatten seine Gegner umher. Seine damalige Trainerin erkannte schnell das Potential, dass im kleinen Peter steckte. Schon vor der Einschulung feierte der junge Judoka seine ersten Wettkampferfolge. Sehr gebunden an seine Trainerin Sabine verließ er nach ihrem schwangerschaftsbedingten Ausscheiden die Judoabteilung des TSG Balingen und spielte wie die meisten Jungs in seinem Alter Fußball. Doch schon kurze Zeit später zog es ihn wieder zurück zum Kampfsport. Durch einen Schulfreund kam er zum Taekwondo. Einige Jahre später erweiterte er seinen Horizont mit Kickboxen.

Mit 13 Jahren erfolgte dann auch der erste Kontakt mit dem Mixed Martial Arts und es sollte Peter Angerer sein, der durch seinen Sieg im Hauptkampf der Fist of Fury-Show Sobottas Begeisterung für den Sport entfachte. Mit dem UCS Geislingen war zügig eine gute MMA-Schule gefunden und der heute 22-jährige Bodenkampf-Spezialist war nicht länger gezwungen, Armhebel nur noch an seinem Vater auszuprobieren.

Im Alter von siebzehn bestritt er seinen ersten MMA-Kampf und bis 2006 hielt die weiße Weste für den Balinger. Im stark besetzten Mittelgewichtsturnier der Leipziger FFC änderte sich dies, als Sobotta zwar den Slowaken Peter Micuch und Lokalmatadoren Hendrik Nitzsche bezwingen konnte, im Finalkampf gegen den Berliner Nelson Siegert dann jedoch den Kürzeren zog.

Das Duell gegen das erfahrene Leipziger Kraftpaket Nitzsche beschreibt Sobotta als einen der Knackpunkte seiner noch jungen Karriere: „Als ich Hendrik Nitzsche vom Bushido Free Fight Team beim Halbfinale des Battle of the Belts der FFC in Leipzig besiegt habe, war ich erst 18 Jahre alt, hatte kaum Erfahrung und war zudem total erkältet. Ich dachte wirklich, dass mich dieser Mann umbringen wird! Ich glaube, an diesem Abend habe ich meinen inneren Schweinehund besiegt, denn seitdem gehe ich wesentlich lockerer in meine Kämpfe.“

Nach diesem Turnier folgte der nächste Lebenabschnitt im Leben des jungen Kämpfers. Er beendete die Schule und trat eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann bei der Deutschen Telekom an.
Auch sein Training änderte sich! Peter zog sich das gesamte Jahr 2007 vom aktiven MMA Wettkampfgeschehen zurück. Sein Schwerpunkt verlegte sich auf den Bodenkampf. Der Sturm durch zahlreiche Submission Wrestling und BJJ Turniere folgte. Peter blieb ungeschlagen und konnte sechs Turniersiege einfahren.

Nach einer fast zwei-jährigen Ringpause betrat im Juni 2008 ein deutlich schlankerer und am Boden enorm gereifter Peter Sobotta erneut die Bühne. Beim neunten Outsider Cup beeindruckte der sportlich Wiedergeborene schwer und holte sich einen absolut souveränen Submission-Sieg im Duell gegen den Belgier Robin Dutry.

Nur einen Monat später kämpfte sich Sobotta, der mittlerweile in der 77-Kilo-Klasse antrat, durch das Mittelgewichtsturnier (-85kg) bei den Ostdeutschen Meisterschaften der Free Fight Association. Bereit, größere Aufgaben in Angriff zu nehmen, reiste der eingefleischte BJ Penn-Fan im September zum KSW nach Polen. Seine Verwandten in Polen wurden Zeugen seines bis dato härtesten Kampfes, als er im Duell der Top-Talente den Russen Kerim Abzailow in der Verlängerung TKO schlug und international erstmalig auf sich aufmerksam machen konnte.

Diese vier vorzeitigen Siege in Folge überzeugten die Fans in Kampfsport-Deutschland, Peter Sobotta zum Sieger der Kategorie „Bester Deutscher Kämpfer“ zu krönen. Kurz nach seinem 22. Geburtstag sicherte sich der hochtalentierte Balinger Grappler knapp ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei den Ground and Pound Awards 2008 und verwies die Konkurrenz auf die Plätze.

Für ihre Debütveranstaltung in Deutschland verpflichtete die größte MMA-Organisation der Welt den 22-jährigen Peter Sobotta. Am 13. Juni wird er sein Können auf der größten Bühne der Welt unter Beweis stellen. "Das wird der größte Tag in meinem Leben"

Am 13. Juni bekam Peter mit Paul Taylor einen erfahrenen Veteranen vor die Fäuste, der an diesem Abend einfach einen Tick zu stark war, für den sympathischen Kämpfer aus Balingen. Taylor fuhr über die komplette Distanz von drei Runden eine clevere Taktik und hielt Sobotta auf Distanz, mit langen Händen und harten Lowkicks. Takedowns verteidigte der Brite tadellos, was es für unseren Grapplingspezialisten schwer machte, sein komplettes Potential abzurufen. Der Punktsieger war schließlich Haudegen Paul Taylor. Trotz der Niederlage im ersten UFC Kampf konnte sich Peter natürlich dennoch der Unterstützung seiner zahlreich angereisten und lautstarken Fans sicher sein, die auch beim nächsten Mal wieder Stimmung für ihn machen werden.

Sein zweiter Kampf in der Championsleague des MMA verlief weitaus besser. Mit dem Gewinner der neunten "Ultimate Fighter"-Staffel, James Wilks, lieferte er sich bei UFC 115 über drei Runde einen knappen Kampf – unterlag am Ende aber einstimmig nach Punkten. Doch die Wertungen der Punktrichter waren teils zweifelhaft, über manche Strecken konnte Sobotta den Fight dominieren und viele Beobachter sahen ihn vorne.